[Flash 9 is required to listen to audio.] Trypophobia- Probe am 9. Januar 2012
Trypophobia für 8 Vocalisten.
Komposition: Hang Su
Vocalisten:
Leevke Hambach,
Christina Bernhardt,
Astryd Cottet,
Josefin Franke,
Felix-Tillman Groth,
Anfried ***,
Thomas Trolldenier,
Stephan Dittko.
UA Konzert um 19.30 Uhr
am Freitag 13. Januar 2012.
Musik und Gegenwart 35
an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig
Grassistrasse 8, Probsaal am 3OG.
Trypophobia is an intense fear of the following things, which results in an all-over itchy feeling and general uneasyness. Lotus seed pods, Crumpets, Pumice, Cavities in teeth, the Ampullae of Lorenzini in Sharks, Holes in concrete, Bug tunnels in wood, Enlarged pores of the skin, Aero Bars, Holes in walls caused by bullets, Bone marrow, Wasps’ nest, Honeycomb, Bubbles in Dough, Ant holes, Veins in meat, Clusters of holes.
-http://www.urbandictionary.com/
Das Musikstück „Trypophobia“ für 8 Vokalisten entstand zwischen August und September 2011 in Leipzig, Deutschland. Der Schwerpunkt dieses Stücks sollte ursprünglich ein Versuch sein, das internationale phonetische Alphabet mit grafischer Notation zu verknüpfen. Mittlerweile entsteht aber ein ganz individueller Klangraum auf der Grundlage meiner Muttersprache, also die Bevorzugung von Vokabeln und Betonungsweisen der chinesischen Sprache. Diese gebe ich durch eine stark visuelle Notation wieder.
Ein weiteres wichtiges Element ist die Recherche vokaler Techniken, die Suche nach Klangvariationen mittels körperlicher Manipulation und Aktion. Dieses Experiment ist der Grundbaustein des vokalen Repertoires dieses Stücks. Durch die starken Verfremdungen nehmen die Sänger Distanz zum traditionellen vokalen Klangideal.
Das Stück wird in einer Zeitlinie (in Sekunden) notiert, d. h. geometrische Informationen stimmen mit zeitlichen überein (sogenannte „Space Notation“). Innerhalb gewisser Zeiträume werden den Stimmen jedoch große interpretatorisch-improvisatorische Freiheiten eingeräumt. Hier steht das Individuum im Vordergrund. Außerdem spare ich die Parameter Tonhöhe und Harmonik aus, um dem Interpreten einen Fokus auf performative Freiräume und die Verwirklichung des dramaturgischen Gesamtzusammenhangs zu ermöglichen.
Antiker asiatischer Philosophie folgend, sei das künstlerische Resultat ein „Kompromiss“, eine Verbindung meiner künstlerischen Vorgaben und den persönlichen Hintergründen der Interpreten. Die Interpretation werde nicht unmittelbar an die ethnische Herkunft des Komponisten verknüpft, sondern orientiere sich am Titel, „Trypophobia“: die Angst vor Löchern.

Musik & Gegenwart 28 Neue Kompositionen Studierender Leitung: Reinhard Schmiedel Ioannis Mitsialis: WORD X, für 12 Stimmen a capella Ji Youn Doo: “Baram”, Streichquartett Kai Johannes Polzhofer: Tombeau, für Ensemble Mario C. Schmidt: “fragmentgeblieben”, Quintett Manuel Durão: “Invenção sobre uma rua” für Violine, “Momo” für Harfe, “Contracurva” für Flöte Sueun Lee: Trio Christopher Tarnow: Ricercar Ein Credo nach Antonio Zacara de Teramo, instrumentiert von Hang Su, Ji Youn Doo, SueunLee, David Erler, Felix Pätzold, Christopher Tarnow, Anna Ziólkowska, Mario Cosimo Schmidt, Kai Johannes Polzhofer Mitwirkende: Christopher Tarnow, Jill Jeschek, Fiona Weißmann, Viktor Hartobanu, Niki Kasis, Lisa Rößeler, Ryoko Nakanishi, Kristin Hampel, Matthias Popp, Paul Jakob Fricke, Felix Pätzold, Josephine Chien, Sarah Thery, Astryd Cottet, Julia Bernhart, Lydia Moellenhoff, BenjaminBoresch, Lourenco Madeira de Medeiros, Thomas Seidel, Christian Friedrich, Sebastian Wartig, Christian Backhaus, Steven Klose, Manuel Helmeke, Ioannis Mitsialis, Michael Ellis Ingram u.a. um 19.00 am 08. Januar 2011 im Lyzeum für Klavier Käthe-Kollwitz Str.52 04109 Leipzig Germany

